kai-cycling-australia

Hallo! Hier werde ich euch über meine Erlebnisse auf meiner Fahrradreise durch Australien unterrichten und auch eventuell einige Fotos veröffentlichen! Viel Spass beim lesen + hinterlasst doch vielleicht auch ein paar Kommentare! Gerne könnt ihr mir natürlich auch an meine bekannte Adresse e-mails schreiben! Kai

Donnerstag, Januar 25, 2007

Kap der Leiden+Strasse der Leiden

Hey Buddies!

Heute bin ich schon wieder etwas besser drauf, aber gestern war echt mal wieder so ein Tag, den man besser schnell wieder vergessen moechte...bis auf ein paar wenige wirklich schoene Sachen!

Nachdem ich froh war, endlich aus der Grossstadt Cairns entflohen zu sein und in Richtung Port Douglas unterwegs war ging es alles noch bestens. Nach zirka 75km erreichte ich den Ort, der doch ziemlich auf den Geldadel ausgelegt ist. Das war dann natuerlich nicht so wirklich was fuer mich, sodass ich in einem Kiosk, wo ich mir ein Eis goennte, danach fragte wie weit es denn so ungefaehr bis nach Cape Tribulation sei. Die Antwort kam prompt und ohne zoegern von der netten Frau hinterm Tresen: 30 bis 40 km sollten es noch sein. Das hoerte sich doch gut an und ich fuhr (noch) munter gelaunt weiter.
Bis ich dann nach etwa 20 km das Schild mit den Distanzen zu den naechsten Orten erblickte und darauf 65km angegeben waren!!!
So ein Mist dachte ich, aber da ich nun schonmal auf dem Weg war und vorher auch nix anderes mehr kam, beschloss ich trotzdem weiterzufahren.
Was ich nicht ahnen konnte, da ich leider keine topografische Karte habe, war, dass das letzte Stueck vor dem Kap der Leiden nicht nur fuer Seefahrer zur Hoelle werden kann-nach einer gemuetlichen Faehruebersetzung ueber den Daintree-River folgte ein Anstieg, der sich auch bestens fuer die Tour de France oder so eignen wuerde. Ich musste also ein paar mal stoppen, damit sich mein Puls wieder unter 200 beruhigen konnte und das eine oder andere gefluesterte Schimpfwort konnten die Tiere im Regenwald wohl vernommen haben. Zum lauten Fluchen fehlte einfach die Puste. Ich kam aber zum Glueck noch grade so in der Daemmerung am PKs Jungle Villagte an und das ist ja die Hauptsache.

Die Umgebung hier ist absolut unberuehrt und in den Creeks(kleine Baeche, die ins Mehr muenden) soll es angeblich von Salzwasserkrokodilen nur so wimmeln. Die Maennchen koennen bis zu 5 Meter gross werden. Ich habe heute schon einen Spaziergang gemacht, konnte aber kein Krok entdecken :-( Aber ich werde schon noch eins ablichten, versprochen!

Morgen werde ich mal wieder ans Riff fahren um dort zu tauchen und zu schnorcheln :-)

Leider habe ich nicht viel Internet fuers Geld bekommen hier, deshalb muss ich leider schon Schluss machen-gerne gibt es aber natuerlich persoenliche Berichterstattung mit Foto-Praesentationen bei mir zuhause :-) Ich geniesse es natuerlich, hier zu sein und das alles zu sehen/zu erleben, aber ich freue mich trotz allem schon tierisch auf zuhause und natuerlich auf euch alle! (obwohl bis auf einige Kommentareschreiber wohl keiner mehr hier mitliest?!?) :-)

Viele Gruesse aus dem Dschungel
Kai

Dienstag, Januar 23, 2007

Cairns

Hallöchen!

Nach einer längeren Dürreperiode bezüglich ausführlicher Reiseberichte meinerseits melde ich mich heute aus Cairns, wo ich höchstwahrscheinlich bis Mittwoch oder Donnerstag bleiben werde.

Ausser dass ich mittlerweile schon wieder 2 Zeltstangen-Schäden erleiden musste, ist eigentlich nix wirklich Schlimmes passiert. Also die Firma Salewa kriegt von mir vielleicht mal einen Brief wenn ich wieder in Deutschland bin, da werden denen die Ohren flattern (und das nicht nur wegen der vielen Schimpfwörter und Flüche ;-) !

Aber nun zu den schöneren Dingen, die mir widerfahren sind:

Mein erster Tauchgang nach dem bestandenen Tauchkurs war ein echtes Erlebnis: Ich war mit Robert aus Dachau, der auch den Kurs mit mir zusammen belegt hatte, direkt vor der Küste von Magnetic Island "unten". Und zwar liegt dort das Wrack der "Moltke", welches früher mal ein deutscher Kohlefrachter war. Nachdem es irgendwo in der Nähe auf Grund gelaufen und gesunken war wurde es dann vor die Küste geschleppt und nun gibt es zahlreiche Korallen und viele Fische dort zu sehen.

Diese Kollegen haben schoen still gehalten als ich vorbeikam...


Kennt ihr "Findet Nemo? Das hier ist so einer, der sich immer aufpumpt in den unangebrachtesten Situationen ;-)
(Leider etwas unscharf, ich weiss...)


Mal wieder ein sehr gut getarnter Fisch am Boden


Dieser hier hatte mindestens einen Durchmesser von 40cm!!!

Am Tag nach dem Tauchgang machte ich mich weder auf in Richtung Festland, wobei sich dies wesentlich leichter anhör, als es tatsächlich war-es musste nämlich erst mal wieder die teils 14%ige Steigung gemeistert werden um auf die andere Seite der Insel und somit zum Fähranleger zu gelangen!

Ach ja, ganz vergessen dass ich gleich am zweiten Tag auf Magnetic Island eine Wanderung mit Spencer aus Kentucky/USA gemacht und waehrenddessen meine ersten zwei Koalas in freier Wildbahn gesehen habe! Hatte schon gedacht, dass wird gar nix mehr...

Vor wunderschoener Kulisse gaehnte er vor sich hin und liess sich von uns nicht wirklich stoeren

Ich schaffte an diesem sonnigen Tage 137km bis nach Ingham, wo ich nach kurzer Suche ein absolut günstiges "Hotel-"Zimmer für nur 15$ gefunden habe! Und das ganze auch noch mit KLIMAANLAGE! Die braucht man hier im Norden Queenslands auch auf jeden Fall, sonst kriegt man schon allein aufgrund der extrem hohen Luftfeuchtigkeit den Knall. Von den Temperaturen mal ganz abgesehen... Komischerweise stört mich das allees auf dem Fahrrad nicht wirklich, da ich dort sowieso tierisch schwitze und der Wind in Verbindung mit dem Schweiss tatsächlich eine ganz enorme Kühlleistung auf der Haut erbringt. Also kurzgesagt, ich hatte lange nicht so ein angenehmes Schlafklima wie im East-Ingham-Hotel :-)

Am nächsten Tag ging es weiter bis nach Tull,. In dieser Stadt wurde die bisher höchste Regenmenge pro Jahr in ganz Australien erreicht: 7,9 Meter! Zum Glück hat es über Nacht nur für eine halbe Stunde oder so geregnet, sodass ich morgens mein Zelt in halbwegs trockenem Zustand wieder einpacken konnte.

Dann ging es weiter über Mission Beach -ein kleiner Abstecher von 45km direkt an der Küste entlang- bis nach Innisfail. Auf dieser Strecke habe ich sowohl meinen ersten Dingo in freier Wildbahn gesehen als auch den ersten Cassowary. Ein Cassowary ist ein grosser Laufvogel, der auch als für Menschen gefährlichster Vogel der Welt gilt. Er ist so gefährlich, da er wenn er sich in die Enge getrieben fühlt, gerne mal ZITAT FRAU IN VISITORS-INFORMATION: seine riesige mittlere Kralle am Fuss als Reissverschluss benutzt. Allerdings nur in die eine Richtung. Dementsprechend wenig motiviert war ich natürlich, neben dem Kollegen am Strassenrand anzuhalten um Fotos zu knipsen, sondern hab dann doch lieber Druck auf die Pedale ausgeübt um wegzukommen...

In Innisfail wollte ich mir eigentlich ein Quartier für die Nacht suchen, doch dort gab es absolut gar nix! Da letztes Jahr dort ein grosser Zyclone hier aufgeräumt hatte, waren alle günstigen Zimmer nun noch immer an Handwerker zwecks Wiederaufbau vermietet. Und dabei hatte ich mich schon so darauf gefreut, nach nur 85km vom Rad absteigen zu könne-. Also musste ich bei ziemlich starkem Gegenwind noch weiter fahren. Ich hatte mich schon mit meinem Schicksal abgefunden und suchte schon nach einem passenden Feldweg, auf welchem ich mein Zelt hätte aufbauen können, doch dann kam das Miriwinni-Hotel, wo ich mein Zelt im Garten für 10$ aufstellen durfte. Nachdem ich zum Abendessen gleich zwei der vorzüglichen Hamburger mit Pommes verdrückt sowie zwei Dosen meines Lieblings-Mischgetränks ;-) hinter mich gebracht hatte, begannn es so stark zu regnen, dass ich mich gar nicht dagegen wehren konnte, nun doch ein Zimmer für keine Extrakosten für die Nacht vom Boss und seiner Frau spendiert zu bekommen! Er hatte mir zuvor auch schon ein Bier für 20 Cent Vorzugspreis verkauft, weil er früher wohl auch viel mit dem Fahrrad herumgereist war, als er noch in England lebte...also wieder eine sehr angenehme Nacht-zwar diesmal ohne Klima, aber es war auch nicht sooo heiss, weil es draussen fast die ganze Nacht geregnet hat.

Am Morgen hatte ich dann noch 70km bis nach Cairns vor mir, wo ich auf jeden Fall ein paar Tage verbringen wollte. Auch diese Strecke hatte ich fast die ganze Zeit über "Headwinds", was 1.mich sehr aufregte und 2.auch sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit sein soll. Normalerweise gibt es in der Regenzeit, welche hier übrigens nur "the Wet" genannt wird, wohl eher südliche Winde und nicht wie derzeit Nordwinde.
Naja, Hauptsache ich bin überhaupt angekommen. Die letzten 2 Stunden hat es fast durchgehend geregnet, was bei den Temperaturen eher eine nette Erfrischung als ein Laster darstellt. Untergekommen bin ich in einer Art Jugendherberge. Wahrscheinlich werde ich morgen mal schauen, ob ich von hier aus eine Bootstour zum äusseren Great-Barrier-Riff mache. Natürlich nur was mit Tauchgang dabei ;-)
Über dieses hinaus bin ich noch relativ planlos, wo es als Nächstes hingehen wird. Ich könnte die Ostküste noch weiter nach Norden fahren bis zum Cape Tribulation (Kap der Leiden!) oder aber mich auf den Weg in Richtung Darwin machen und dazu in westliche Richtung durchstarten...habe mich dazu entschlossen, erstmal bei dem grössten Automobilclub hier vorbeizuschauen um mich nach der für mich geeignetsten Route durchs Outback zu erkundigen. Eventuell muss ich sogar wieder zurück nach Townsville, da von dort aus ein grosser Highway in Richtung Westen abgeht.

Soweit wäre das erstmal alles (natürlich in der entsprechenden Kurzform) was ich zu berichten habe.

Ach ja, der Tacho zeigt nun nach etwas mehr als 2 Monaten 3740 Kilometer an :-)

Viele Grüsse an alle
Kai

P.S.: An alle, denen ich eine E-Mail versprochen habe-es tut mir leid, aber die klappen hier überhaupt nicht von meinem Gerät aus. Irgendwie filtern die Internetbetreiber bestimmte Adressen raus, sodass ich nix versenden kann :-(


Und hier nochmal ein Foto meines Bikes! Einige Leute machen sich ja schon Sorgen, ob wohl die Flagge noch dran ist... (@T.S. aus Lue...... ;-)


Mittwoch, Januar 17, 2007

Keinerlei Empfang auf Magnetic Island...

Hallo Leute!
Heute kann ich mich nur ganz kurz melden, da ich nur eine halbe Stunde Internet frei habe.

Bin seit Samstag(oder Freitag?) auf Magnetic Island, diese Insel liegt direkt vor Townsville im Meer.
Habe ganz kurzfristig entschieden, hier meinen Tauchschein zu machen, da mir ein sehr gutes Angebot ueber den Weg gelaufen ist inklusive Unterkunft und ein paar Mahlzeiten. Und heute hat der Kurs fuer mich ein erfolgreiches Ende gefunden, sprich ich bin seit heute zertifizierter Open Water Diver! Danke fuer den Applaus ;-)

Morgen mache ich noch zwei Tauchgaenge alleine, die Ausruestung dafuer war bereits im Kursbeitrag enthalten. Und am Freitag werde ich mich wieder in Richtung Faehre begeben um dann weiter in Richtung Norden zu radeln.

Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, gibt es hier keinerlei freies W-LAN geschweigedenn ordentlichen Handyempfang. Also bloss gut, dass in meinem Tauchpaket wenigstens 30Minuten Internet enthalten waren :-)

Demnaechst(vom Festland aus) gibt es auch mal wieder ein paar Fotos und etwas mehr Bericht...

Viele Gruesse
Kai

Montag, Januar 08, 2007

Es war super auf der "PRIMA" !!!

Hallo an alle!

Ich melde mich heute aus Airlie Beach, wohin ich am Donnerstag auf 158 harten Kilometern geradelt bin. Ich muss sagen...mehr geht nicht an einem Tag!

Am Donnerstag war ich natuerlich ganz schoen kaputt und bin nach den obligatorischen Nudeln gleich ins Bett gefallen.

Am Freitag bin ich dann ins Zentrum marschiert um mich nach einer Segeltour umzuschauen. Das sollte ein absolutes Muss sein, wenn man hier in der Naehe ist, also habe ich nach einem Last-Minute-Angebot gefragt. Habe mich dann fuer eine 2-Tage 2-Naechte-Tour mit der "Prima" entschieden. Auf dem Programm stand etwas von Schnorcheln und Bushwalking und von relaxen - da war ich natuerlich gleich angetan... ;-) Und das beste war, dass es schon am naechsten Tag losgehen sollte!

Also habe ich am naechsten Tag gutgelaunt auf der PRIMA eingecheckt, mit mir nur 9 andere Passagiere. Es haetten noch zwei mehr sein koennen, aber ich frage mich ernsthaft, wo die haetten schlafen sollen???

Die PRIMA ist 14 Meter lang und hier seht ihr ein Foto, welches ich aus dem Wasser aufgenommen habe:

Wir sind insgesamt 3mal schnorcheln gewesen und es war wie immer FANTASTISCH!!!
Diesmal habe ich auch wieder einen Hai gesehen, dieser war jedoch um einiges groesser als der letzte und auch sehr scheu, sodass ich ein Riesenglueck hatte, ihn auf dem einzigen Foto welches ich von ihm machen konnte so scharf draufzuhaben :-) Meine Laune war auf dem Hoehepunkt, zudem unser Skipper mir vorher fast die Motivation genommen hatte. Er hatte naemlich behauptet, die Wahrscheinlichkeit einen Hai zu sehen tendiere gegen 0...
Und hier ist er:

Es gilt wie letztes Mal und auch bei allen folgenden Fischen...wer mir naeheres ueber ihn erzaehlen kann, bitte per Kommentar um Aufklaerungsarbeit ;-)

Ausserdem habe ich noch das bisher meiner Meinung nach technisch beste Fisch-Foto dieses Urlaubes geschossen. Der folgende dicke Brocken hat sich unter dem Felsen im Schatten anscheinend grade erholt und hielt erstaunlich still, als ich vor ihm umhertauchte um ihn aufzunehmen...

Und auch dieser hier war nicht grade ein kleiner Zeitgenosse!

Zwischendurch waren wir auch noch an Whitehaven Beach, wo man wirklich seinen Augen das Vertrauen entziehen moechte...ein richtig atemberaubender Anblick, diese Farben sind einfach unglaublich! Natuerlich ist auch der junge(?)Herr nicht zu verachten, der sich aufs Foto geschlichen hat ;-)


Die letzte Nacht auf Heute haben wir an einer Sandbank geankert und es war totale Windstille. Das bedeutete: keinerlei Durchlueftung unter Deck. Und daraus folgte: Ich habe auf Deck geschlafen...direkt unter dem von Sternen uebersaehten Himmel! Und heute morgen habe ich dann gegen 5h30 den Sonnenaufgang miterlebt-und das war auch richtig schoen, fast so viele Farben am Himmel wie am Whitehaven-Beach...

Also dieser Trip war ein echter Volltreffer muss ich sagen und ich wuerde es immer wieder machen!

Morgen werde ich, DA HEUTE ENDLICH MEINE ZELT-ERSATZTEILE ANGEKOMMEN SIND, weiter in Richtung Townsville aufbrechen.

Viele Gruesse + bis zum naechsten Bericht
:-)

KAI

Montag, Januar 01, 2007

Immernoch Mackay!

Das wichtigste zuerst:
HAPPY NEW YEAR!!!

Ich bin hier in Mackay auch gut reingerutscht(ich setze mal einfach voraus, dass ihr das auch alle hinbekommen habt!) und hatte mächtig Spass gestern abend!

Am Freitag hat die Sache mit meiner Tour in den Regenwald tatsächlich geklappt! Ich hatte Glück,dass noch ein Päärchen (schreibt man das wirklich so?) bereits seit längerer Zeit auf die Tour gewartet hatte, sodass wir auch zu dritt gestartet sind, obwohl eigentlich mindestens 5 Leute zusammenkommen müssen. Die beiden sind Julia aus Hamburg und Julian aus Frankreich und wir hatten viel Spass den Tag über. Los ging es um halb 12h mittags und der erste Stopp mit dem 18sitzigen Bus war eine Pie-Bäckerei mit Restaurant, wo wir sehr köstlich geluncht haben. Es gab Pie(Blätterteigkuchen) gefüllt mit Käse, Speck und Steakstückchen-was typisch australisches eben. Danach sind wir zur Finch Hatton Gorge gefahren, wo wir zirka 1,5km durch den Regenwald gewandert sind, um schliesslich an einen Wasserfall mit kleinem See zu gelangen.

Hier oben der Regenwald und unten der Wasserfall

Hier haben wir dann für eine halbe Stunde im glasklaren Quellwasser, welches sehr angenehm temperiert war, gebadet. Dort gab es auf den Felsen rundherum unter anderem auch Blutegel, die keine Gelegenheit ausliessen sich irgendwo an mir festzusaugen. Auf dem Weg durch den Wald haben wir einige interessante Tiere gesehen-zum Beispiel eine echt schrill gefärbte Fliege, von der ich mit meiner richtigen Kamera ein sehr geiles Nah-Foto gemacht habe. Und zwei grosse Echsen waren auch noch unterwegs-mindestens 85-100cm lang.
Im Anschluss an die Erfrischung ging es auf einen echt sehr schön auf einem Hügel mitten im Regenwald gelegenen Campingplatz, von welchem aus man eine atemberaubende Aussicht geniessen konnte. Und dann schliesslich waren die Schnabeltiere dran. Wir fuhren zu einem Flussabschnitt des Broken River und warteten dort bestimmt 40 Minuten, bis sich das erste scheue Tierchen an der Wasseroberfläche blicken liess. Später sahen wir an einer anderen Stelle noch ein zweites dieser auf der Welt einzigartigen Lebewesen. Es gibt Schnabeltiere nur auf dem australischen Festland sowie auf der südlich vorgelagerten Insel Tasmanien, aber hier im Eungella Nationalpark sind sie wohl am einfachsten überhaupt zu beobachten.
Abends um 19h endete die Tour wieder direkt vor unserer Herberge.
Im nachhinein bin ich sehr froh, dass ich nicht mit meinem Rad, wie ursprünglich geplant, in den Park gefahren bin, denn die letzten 10km waren echt tierisch steil. Da wäre ich bestimmt nicht hochgekommen. Also alles richtig gemacht. :-)

Den nächsten Tag vertrieb ich mir mit einem Spaziergang durch die Stadt, welche mir echt sympathisch ist-die Leute sind alle sehr nett und...naja es gefällt mir halt einfach hier!

Den gestrigen Abend habe ich erst hier in der Herberge verbracht mit Julia, Julian sowie Fergus aus Schottland und Karolin aus Dänemark und zum Jahreswechsel-es hatte grade aufgehört zu regnen-sind wir dann zusammen ins Stadtzentrum gegangen, wo Livebands auf der Straße sowie in den Pubs und Clubs gespielt haben. Wir sind dann nach einem sehr mikrigen Feuerwerk in einen Club gegangen um noch ein wenig zu tanzen. Dort habe ich mich mit einem Aussie unterhalten,der gleich wissen wollte woher ich komme. Als ich ihm sagte, dass ich aus Deutschland bin,rief er seine Freundin dazu. Sie hiess Jessica und war mit 2 Jahren mit ihren Eltern von Bremerhaven aus nach Australien ausgewandert...sie konnte sogar ein wenig deutsch sprechen und wir unterhielten uns dann noch ein wenig, bevor wir Herberg'ler uns dann irgendwann auf den Heimweg machten.

Heute morgen hat uns (Fergus und mich) Russel, der Manager des Hostels gefragt, ob wir nicht 2 Stunden bei Bob, dem Besitzer des Hostels im Garten arbeiten wollen um dafür eine Nacht umsonst weiter hier zu wohnen. Da es mir hier ja sowieso gefällt habe ich sofort zugesagt und Fergus geht es anscheinend ähnlich, sodass wir wenig später (noch ganz leicht verkatert) Palmzweige am Haus gestutzt haben. Morgen ist auch noch was zu tun, sodass sich mein Aufenthalt um weitere 2 Tage verlängert.
Mittlerweile stellt Russel mich neuen Gästen schon als "Local" vor und ich muss mir hier mittlerweile auch so einige Witze anhören nach dem Motto: "Kai is doch im März noch immer in Mackay" :-)
Aber dazu wird es bestimmt nicht kommen, dafür hab ich einfach noch ein paar Hummeln zuviel im Hintern ;-)

So, nun werde ich mich gleich mal ins Bett knallen, denn irgendwie war die letzte Nacht nicht wirklich lang...zumindest der Schlafanteil!

Viele Grüße+lasst doch nicht so böse bei den Kommentaren nach ;-)

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